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Sechs wertvolle Hausaufgabentipps

Kinder und Jugendliche sind mit ihren Hausaufgaben oft zeitlich oder inhaltlich überfordert. Die Hausaufgaben werden deswegen oft nachlässig oder gar nicht gemacht, was zu Hause immer wieder zu Streitigkeiten führt.


Damit bei Ihnen die Hausaufgaben demnächst problemloser laufen, haben wir Ihnen sechs wertvolle Hausaufgabentipps zusammengestellt.

Tipp 1: Den Sinn erkennen

Das Nörgeln der Schüler über die Hausaufgaben gehört zum Schulalltag wie die Hausaufgaben selbst. Obwohl diese Aufgaben eigentlich dazu dienen sollen, den Schülern bei der Bewältigung des Schulstoffes und bei der Vorbereitung auf eine Klassenarbeit zu helfen, sehen die meisten den Sinn der gestellten Aufgaben nicht und fühlen sich häufig überfordert und von den Lehrern mit willkürlichen Zusatzaufgaben zugeschüttet. Manchmal ist der Nachmittag eines Schülers mit umfangreichen Hausaufgaben ausgefüllt und es bleibt keine Zeit für andere Dinge wie Sport und Spiel. Dies sind sicherlich die schlimmsten Tage des Schülerdaseins und Sie müssen gemeinsam mit Ihrem Kind oft hart dafür kämpfen, dass es die Aufgaben trotzdem bewältigt – und Spass daran findet.

Warum Hausaufgaben wichtig sind
Jemand, der nicht weiss, warum er eine Aufgabe erledigen soll, wird im Zweifelsfall eher dazu neigen, sie nur mit halber Kraft oder gar nicht zu erledigen. Fühlt Ihr Kind sich von den gestellten Aufgaben ausserdem inhaltlich oder zeitlich überfordert, wird es sicherlich bald jedes Mal zu Ärger und Streit kommen, wenn die unliebsamen Hausaufgaben anstehen. Die Selbstständigkeit, mit der beim Erledigen von Hausaufgaben die Informationen zusammengetragen, gelernt und verarbeitet werden ist eine der wichtigsten Gründe, warum es Hausaufgaben überhaupt gibt.
Es wird zunehmend wichtiger, neben den Fakten das Lernen selbst zu lernen. Nicht jeder Lern-Weg ist für jeden geeignet. Der eine sucht sich alle seine Informationen im Internet, der andere liest lieber zuerst im Lexikon nach. Das Vokabellernen mag bei dem einen durch Wiederholen am besten klappen, der andere denkt sich lieber eine Geschichte aus, in der alle Vokabeln vorkommen, die er lernen muss. Manche lieben Eselsbrücken, andere finden diese albern und leiten sich lieber die Zusammenhänge aus einer Anfangsinformation (die sie dann aber immer wissen müssen) selbstständig her.

Tipp 2: Die richtige Zeit finden

Zu diesem Thema gibt es von den Kultusministerien der einzelnen Länder unterschiedliche Zeitangaben; manche Bundesländer regeln dies sogar nach Einschätzung der Lehrer und geben gar keine konkreten Zeiten vor. Wenn Sie den Eindruck haben, Ihr Kind sitzt in der Regel zu lang an den Hausaufgaben, können Sie sich beispielsweise mit anderen Eltern unterhalten und gemeinsam überlegen, wo das Problem liegt, und eventuell die Lehrer darauf ansprechen, ob nicht eine andere Regelung sinnvoll und möglich wäre.

Wann sollten die Hausaufgaben erledigt werden?
Bestimmen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind den richtigen Zeitpunkt für die Erledigung der Hausaufgaben. Planen Sie hierbei genügend Zeit für das Mittagessen und eine Erholungspause ein. Ausserdem müssen natürlich feste Nachmittagstermine mit einbezogen werden.
Die richtige Zeitplanung für Hausaufgaben könnte so aussehen:

  • 13.00 Uhr: Schulschluss
  • 13.30 Uhr: Mittagessen
  • 14.00 Uhr: Erholungspause
  • 15.00 Uhr: Hausaufgaben
  • 16.30 Uhr: Freizeittermine (Sport, Lesen, Freunde treffen)

Vielleicht ist Ihr Kind aber auch so motiviert, dass es in seinem Fall besser wäre, die Hausaufgaben direkt nach dem Essen zu erledigen. Denn der Spannungsbogen und die Konzentrationsfähigkeit fallen später ab. Das Kind hat dann vielleicht weder Kraft noch Lust, sich mit dem Schulstoff auseinander zu setzen. Denn jeder Mensch hat über den Tag verteilt unterschiedliche Hoch- und Tiefpunkte. Diese sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind herausfinden und nutzen.

Tipp 3: Der richtige Ort

Der Arbeitsplatz spielt eine wichtige Rolle bei der Erledigung der Hausaufgaben. Wenn die Räumlichkeiten es zulassen, sollte Ihrem Kind möglichst ein eigener Schreibtisch an einem hellen Fensterplatz zur Verfügung stehen, an dem es regelmässig seine Aufgaben erledigen kann. Dieser Arbeitsplatz sollte nach dem Erledigen der Hausaufgaben immer aufgeräumt verlassen werden, so dass Ihr Kind am nächsten Tag sein Arbeitsmaterial immer an Ort und Stelle wiederfindet.
Stuhl und Tisch müssen der Körpergrösse Ihres Kindes angepasst sein. Hier gibt es allerdings nicht nur teure, sondern auch preisgünstige Lösungen (beispielsweise gebrauchte Möbel). Hin und wieder kommt es sicher vor, dass Ihr Kind Ihre Nähe sucht, wenn es seine Hausaufgaben erledigen will. Dann nimmt es vielleicht lieber in der Küche oder im Esszimmer Platz. Das ist in Ausnahmesituationen sicher kein Problem, aber ein fester Arbeitsplatz fördert eine entsprechende Einstellung (Regelmässigkeit, Ordnung) zum Lernen.

Hilfe? Wie viel?
Wichtig ist, dass Ihr Kind die Hausaufgaben weitgehend allein erledigt und Sie sich nicht in das Geschehen einmischen. Natürlich können Sie Ihrem Kind bei konkreten Fragen weiterhelfen oder ihm einen Tipp geben, wie es sich selbst helfen kann. Das Erledigen der Aufgaben ist allerdings vom Kind selbst zu steuern und als eigenverantwortliche Tätigkeit anzusehen. Wenn Sie die Hausaufgaben nach der Erledigung durchsehen, sollten Sie zunächst Ihr Kind befragen, wie es die von ihm gemachten Hausaufgaben einschätzt.

Tipp 4: Selbsteinschätzung ist gefragt!

Fragen Sie Ihr Kind, bevor Sie selbst eine Einschätzung der erledigten Hausaufgaben abgeben, wie es seine Leistung einschätzt! Fragen Sie, ob es der Meinung ist, der Deutschaufsatz sei gut oder nur mittelprächtig. Fragen Sie, ob die Mathematikaufgaben wirklich auf dem besten Weg gelöst sind oder nur halbherzig heruntergerissen wurden. Schlecht erledigte Hausaufgaben werden den Eltern nämlich häufig vorgelegt, um die Verantwortung nicht allein übernehmen zu müssen. Ihr Kind wird sich – allein wegen dieser Fragen – angewöhnen, die Hausaufgaben seiner Auffassung nach gut zu machen. Anderenfalls müsste es ja begründen, warum es diese nicht optimal erledigt und den Eltern trotzdem vorgelegt hat.
Manchmal kann das aber auch der Auftakt zu einer Diskussion werden: Wenn nämlich Ihr Kind eigenverantwortlich sagt, dass es weiss, dass die Hausaufgaben nicht gut gemacht sind, es aber selber nicht vorbringen kann, woran das liegt. Dann können Sie ihm mit Rat zur Seite stehen, ohne am Vorgang des Erledigens beteiligt zu sein.

Schlampig gearbeitet?
Wenn Ihr Kind schlampige Hausaufgaben mit in die Schule nehmen möchte, mischen Sie sich nicht ein! Sagen Sie ihm zwar ruhig, dass Sie die Hausaufgaben nicht gut finden, weil sie zu unsauber aussehen oder der Rechenweg nicht klar strukturiert erscheint. Belassen Sie es aber dabei! Ihr Kind wird dann entweder selbst den Schluss ziehen, dass die Aufgaben besser noch einmal abzuschreiben sind oder am nächsten Tag in der Schule die Konsequenzen tragen; nämlich die Reaktion der Lehrer und der Mitschüler erleben. Wahrscheinlich reicht es aus, das ein- bis zweimal durchzuhalten, danach weiss Ihr Kind Bescheid und wird in Zukunft entsprechend handeln.

Tipp 5: Die richtige Organisation

Wenn Ihr Sohn oder Ihre Tochter zuerst die leichten Aufgaben bearbeitet, kann er oder sie bereits zu Anfang ein Erfolgserlebnis verbuchen und geht mit besserer Laune und mehr Selbstbewusstsein an die Hausaufgaben für das nächste Fach. Das sollte dann ruhig etwas von den schwereren oder unbeliebteren Fächern sein, damit Ihr Kind nicht alles ans Ende schiebt, was es nicht gut kann oder einfach nicht gern macht. Manche Kinder beginnen auch lieber mit dem schwersten Fach. Sie können sich dann sagen, dass der dickste Brocken geschafft ist und nun die Fächer kommen, die mehr Spass machen.

Merkhilfen sind wichtig und halten den Kopf frei
Arbeitet Ihr Sohn oder Ihre Tochter mit einem Hausaufgabenheft und einem Hausaufgabenplan? Diese Hilfen können sehr sinnvoll sein. Bekommt Ihr Kind beispielsweise am Montag Mathematik-Hausaufgaben und hat dieses Fach erst am Mittwoch wieder, so kann es die Erledigung dieser Aufgaben auch für den Dienstag planen. Voraussetzung ist allerdings, dass für diesen Tag nicht schon zu viele Aufgaben für andere Fächer erledigt werden müssen.
In das Hausaufgabenheft werden in der Schule die Aufgaben an dem Tag eingetragen, an dem sie aufgegeben wurden. Dies kann als Gedächtnisstütze für den Hausaufgabenplan dienen: Er ist aufgebaut wie ein Stundenplan, und die Hausaufgaben werden nicht für den Tag eingetragen, an dem sie aufgegeben wurden, sondern für den Tag, an dem sie fertig gestellt sein müssen.
Wenn Ihr Kind aus der Schule nach Hause kommt, kann es anhand des in der Schule geführten Hausaufgabenheftes den Hausaufgabenplan ausfüllen und hat so immer einen Überblick. Erledigte Aufgaben können durchgestrichen werden, das motiviert!
Mit dem Hausaufgabenplan kann man sich den Kopf für andere Dinge freihalten und muss nicht immer eine Zettelwirtschaft in Ordnung halten oder Klassenkameraden fragen, was man für wann aufhatte.

Tipp 6: Vereinbarungen einhalten!

Wenn Sie mit Ihrem Kind einmal eine Vereinbarung über die Zeit, den Ort und die Art der Erledigung der Hausaufgaben getroffen haben, sollten Sie sich beide daran halten! Wenn das nicht funktioniert, können Sie einen Hausaufgabenvertrag schliessen.

Der Hausaufgabenvertrag

Schaffen Sie es nicht, aus dem täglichen Stress und Gerangel rund um die Hausaufgaben herauszukommen, so können Sie mit Ihrem Kind einen Hausaufgabenvertrag schließen, an den dann beide Seiten gebunden sind: Gemeinsam besprechen und entscheiden Sie, was zukünftig geändert werden muss und notieren alle Verabredungen schriftlich! Sie unterschreiben beide den Vertrag und lassen sich eine Woche Zeit, den Vertrag und dessen Einhaltung auszuprobieren. Nach einer Woche besprechen Sie dann die Punkte erneut. Hat der Vertrag sich bewährt, können Sie so weiter verfahren, wenn nicht, ändern Sie die störenden Punkte. Belohnen Sie sich und Ihr Kind, wenn alles geklappt hat.

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